Presse

Zeitungsberichte über den Stamm Likedeeler und der Pfadfinderei im Landkreis

Artikel zur Heimeinweihung 2003 aus dem Stader Tageblatt.

2003 03
Schlüsselübergabe bei den Pfadfindern:
Stammesführer Nils Klindworth und
Fredenbecks
Samtgemeindebürgermeister Helk

"Likedeeler" finden Heim

Fredenbecker Pfadfinder ziehen in die Schule - Samtgemeinde hofft auf AufpasserFredenbeck

(kor). Die ehemalige Hausmeisterwohnung der Fredenbecker Geestlandschule ist das neue Domizil des Pfadfinderstammes "Likedeeler". Nachdem die "Scouts" ihr Heim eingerichtet haben, wurde jetzt Heimeinweihnug gefeiert.

In diesem Jahr gab es viel Neues bei den Fredenbecker „Likedeelern“. Der Pfadfinderstamm hat mit Nils Klindworth einen neuen Stammesführer. Er löste Marko Deede nach vier Jahren ab. Als Stellvertreter stehen ihn Veith Sichelschmidt und Benjamin Schröder zur Seite.
Vor sechs Jahren ist der Pfadfinderstamm gegründet wurden. Und seitdem warten die Mitglieder auf ein eigenes Heim. Nun stellte ihnen die Fredenbecker Samtgemeinde die Hausmeister über der kleinen Turnhalle zur Verfügung. Samtgemeindebürgermeister Friedhelm Helk überreichte Stammesführer Klindworth offiziell den Schlüssel.
In den vergangenen Jahren konnten die „Likedeeler“ das Fredenbecker Jugendcafé nutzen. Doch dort sind die Räumlichkeiten beengt. Die Pfadfinder wünschen sich ein eigenes Heim. „Doch das werden wir in absehbarer Zeit nicht finanzieren können“, sagte Helk. So kam es zur Lösung mit der Hausmeisterwohnung. „Das machen wir ja nicht ganz uneigennützig“ sagte Helk, „so haben wir nach dem Auszug des Hausmeisters wieder eine Aufsicht auf dem Schulgelände außerhalb der Schulzeiten“. Denn in jüngster Vergangenheit hätten dort Vandalen ihr Unwesen getrieben und Schäden angerichtet. Helk zu den Pfadfindern: „Passt hier nun schön auf“.
Die haben mehr als ein neues Heim zu bieten. Auch in diesem Jahr hat der Stamm außer den normalen Gruppenfahrten und Lagern einige pfadfinderische Highlights auf dem Plan. Pfingsten werden die Mitglieder am Landeszeltlager teilnehmen.Im Sommer geht’s mit rund 130 Pfadfindern aus sechs verschiedenen Stämmen auf zu Bezirksgroßfahrt nach Nordfinnland. Sie werden dort am Polarkreis zunächst wandern und dann mit finnischen Kollegen zusammenkommen.
Informationen zum Stamm gibt es bei Nils Klindworth unter
Web-Tipp: www.stamm-likedeeler.de



Quelle: Stader Tageblatt vom 06.04.2003


Fotos von der Heimeinweihung

Sie engagieren sich für eine Welt mit Zukunft

Große und kleine Pfadfinder aus den Landkreisen Stade und Harburg nahmen am großen Scout-Meeting im Westerwald teil

bula 2001 12 20081226 1246226903
Lagerplatz der Likedeeler
(ma). „Wie könner wir unsere Welt vor ihrem eigenen Untergang bewahren?" Diese Frage trieb rund 4.500 Pfadfinder des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) um, die für zehn Tage zu einem Bundeslager in Westernohe im rheinland-pfälzischen Westerwald zusammen kamen. Mit von der Partie: Rund 150 BdP-Mitglieder aus den Landkreisen Stade und Harburg.
Alle vier Jahre findet dieses große Meeting statt. Und immer stehen die Bundeslager, kurz Bula genannt, unter einem Motto. Diesmal lautetet es: „Globalis".
Bearbeitet wurde es in verschiedenen thematischen Unterlagern. Das Ziel: Nach alternativen Lebensformen forschen. Mitglieder des Stammes „Horse" aus Harsefeld etwa waren im Unterlager „Q - Von Mensch zu Mensch" aktiv. „Q" ist sowohl als Erfinder von James Bond als auch als Forscher aus „Star Trek" ein Begriff, steht für etwas Neues, eine umwerfende Idee. „In unserem Unterlager dreht sich alles um den Menschen, was er
denkt, fühlt, wovon er träumt", erläutert Jan Blaudszun, stellvertretender „Horse" Stammesführer.
Das WOCHENBLATT wollte mehr über die Pfadfinderarbeit wissen, begleitete Jan Blaudszun einen Tag lang: Morgens um halb sieben klingelt der Wecker. Jan schlendert zur Stammesküche in einer Jurte (Großzelt). Dort gesellt, er sich zu Mathias, bereitet das Frühstück mit vor.
Nach dem Frühstück teilt er seine rund 30 Pfadfinderinnen und Pfadfiider in verschiedene Arbeitsgruppen ein. Die Mädchensippe „Moriquendi" beispielsweise bastelt zusammen mit einer Partnersippe aus Wiesbaden „Traumfänger". Jan und Mathias ziehen derweil mit dem
Bollerwagen zum rund zwei Kilometer entfernten Einkaufsmarkt, der von Pfadtindern komplett in Eigenregie betrieben wird. „Schweißtreibende Angelegenheit", meint Marktmitarbeiter Jan Kroschewski vom Stader Stamm „Hasko", der zugleich stellvertretender Landesvorsitzender ist. Auf dem Rückweg trifft Jan vom Stamm „Horse" zufällig auf den Stader Stammesführer Gerald Loock, der sich im Unterlager „1901"befindet. „Wir setzen uns hier mit den Wandervögeln auseinander, einer Jugendgruppe. die im
Jahr 1901 gegründet wurde", sagt Gerald. Was sie damals gedacht und gemacht haben, wie sie dem wilhelminischen Zeitgeist trotzten damit setzen sie sich auseinander.
Jan und Mathias können sich nicht lange aufhalten - die heiße Sonne brennt gnadenlos auf die frischen Lebensmittel herunter.
Kurz vor ihrem Lagerplatz machen sie dann aber doch noch einen kleinen Abstecher. Die „Likedeeler" aus Fredenbeck haben tolle Lagerbauten errichtet, müssen mit den
Harsefeldern noch den Besuch der Pfadfindergruppe aus Zypern absprechen, die sie zufällig auf dem Bundeslager kennengelernt haben. Mit denen wollen sie heute
gemeinsam singen.
Amerikaner, Türken, Mongolen, Japaner internationale Gäste gibt es auf
dem Bundeslager viele. „Hauris civitas" heißt das Unterlager der Fredenbecker. „Hier treffen viele 'Nationen' zum großen Spiel aufeinander, bei dem sie sich durch
Austausch von Rohstoffen nach und nach weiterentwickeln", erläutert 'Stammesführer Marko Deede. Im Blick haben sie dabei einen gerechteren Welthandel.
Der Tag neigt sich dem Ende zu. Jan war gerade beim Stammesführertreffen seines Unterlagers, weiß in etwa, wie der nächste Tag abläuft. Nachdem die Kleinen im
Bett sind, macht er sich zusammen mit den anderen Gruppenleitern auf in das Q-Cafe. Endlich mal Zeit, zu entspannen und sich mit Olli zu unterhalten. Olli oder auch
Oliver Lenz vom Stamm „Großer Jäger" in Bendestorf ist Niedersachsens BdP-Landesschatzmeister und beim Bundeslager in der Q-Crew, die die Abläufe und Logistik koordiniert. Es ist Mitternacht - viel Schlaf bleibt nicht mehr bis zum nächsten Morgen. Das weiß auch Jan, mummelt sich m seinen Schlafsack und schläft neben der Feuerstelle in
der Jurte des Stammes „Horse" ein.
Zurück zum ganzen Bula: Jeden Abend kommen die „Q's" und die anderen Unterlager in einer großen Gemeinschaftsrunde zusammen, tauschen ihre „Forschungs-Ergebnisse" aus. Dabei immer das Ziel vor Augen, die 13 Siegel eines geheimnisvollen Buches zu öffnen, das die Antwort auf alle Fragen „bereithält". Das Geheimnis wird am letzten Tag
gelüftet - die Antwort lautet schlicht „Du". „Es liegt also an jedem Einzelnen von uns, die Welt vor dem Untergang zu bewahren und nach Alternativen zu suchen", erklärt Antje Kania, ebenfalls beim Stamm „Horse" aktiv.

Quelle: Kreiszeitung Wochenblatt vom 25.08.2001


Fotos vom Bundeslager 2001

2002 03

Original Artikel

 

Pfadfinderei in den Kreisen Harburg und Stade

Die Artikel wurden als 2-Teiliger Report von Björn Maatz (Alf) vom Stamm Horse geschrieben

2000-01

Pfadfinderei - exotisches Hobby?

WOCHENBLATT-Special in zwei Teilen - 1.Teil:Wölflinge, Pfadfinder, Ranger und Rover

(ma). Mit mehr als 30 Millionen Mitgliedern der größte Jugendverband der
Weit, und von vielen trotzdem noch als „Exoten" verschrien. Aber: Pfadfinden
ist nicht nur ein Hobby, sondern vielmehr eine Lebenseinstellung. Es gilt der alte
Grundsatz: „Einmal Pfadfinder, immer Pfadfinder."
Doch nach wie vor muss die Pfadfinderbewegung gegen viele Vorurteile ankämpfen. Oft genug stellen die Pfadfinder unter Beweis, dass die tägliche Gute Tat out ist, daß sie sich nicht nur von Würmern ernähren und dass sie erst recht keine Nachfolgeorganisation der Hitlerjugend sind.
Pfadfinden bedeutet heute, in der Gruppe Gleichaltriger Spaß zu haben und aktiv seine Freizeit zu gestalten, ohne bloß zu konsumieren. Das wichtigste Pfadfinderelement ist und bleibt das gemeinsame „Auf Fahrt-Gehen". An Wochenenden und in den Ferien für einige Wochen im In- und Ausland mit Rucksack und Kohte, dem klassischen Pfadfinderzelt, loszuziehen, das zeichnet den wahren Pfadfinder aus.
Viele bezeichnen es als das vielseitigste Hobby. Zu recht: Wo sonst lernt man Feuermachen,
Kartenlesen, Knotenknüpfen, sich in der Natur zu orientieren, aber auch Teamfähigkeit und Toleranz in der Gruppe zu üben?
Der Erwerb von Sozialkompetenzen und die frühe Übernahme von Verantwortung lässt auch spätere, potentielle Arbeitgeber aufhorchen. Das vielbeschworene „Learning by doing" beispielsweise entspringt einer ureigenen Pfadfindermethodik. Pfadfinder sind in den verschiedensten Bünden mit den unterschiedlichsten Zielsetzungen organisiert. Doch
die Pfadfinderbewegung schließt sich in einer übergeordneten Definition zusammen: „Eine freiwillige, nicht-politische Erziehungsbewegung für junge Leute, die offen ist
für alte, ohne Unterschiede von Herkunft, Rasse oder Glaubensbekenntnis.
Pfadfinder gibt es seit mehr als 90 Jahren: 1907 wurden sie von Lord Robert Stephenson Smith Baden-Powell in England gegründet. Die gemeinsame Tracht, auch „Kluft" genannt, soll keinen militärischen Charakter haben, sondern symbolisiert vielmehr, dass gesellschaftliche Unterschiede bei den Pfadfindern keine Rolle spielen.
Der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) ist als einziger interkonfessioneller Pfadfinderbund Deutschlands im Weltpfadfinderverband vertreten.
Weitere Partner sind der Verein Christlicher Pfadfinder (VCP), die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) und die Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG).
Darüber hinaus gibt es bundesweit eine Fülle von Splittergruppen und Bünden.
Das gleichberechtigte Miteinander des koedukativen BdP soll in der Namensgebung zum Ausdruck kommen. Der BdP soll hier nur exemplarisch näher beleuchtet werden, um eine typische „Pfadfinder-Karriere" aufzuzeichnen. Er gliedert sich in drei altersbedingte Stufen:
Die Jüngsten im Alter von sieben bis elf Jahren, „Wölflinge"
genannt, bilden eine Gruppe von etwa 15 bis 20 Kindern, die sogenannte „Meute". Das spielerische Element steht hier klar im Vordergrund. Der Name ist angelehnt an das Dschungelbuch, an dessen Geschichte sich die Meutenarbeit anlehnt.
Die Pfadfinderstufe richtet sich an die Altersgruppe
11 bis 15. In Kleingruppen von sechs bis acht Mitgliedern lernen die Kids das wirkliche Pfadfinderleben kennen. Ob es darum geht, aus Kokosnüssen Trinkgefäße zu basteln, ein Feuchtbiotop im Garten des Stammesheimes anzulegen oder ein Langzeitprogramm gegen „Minderheitendiskriminierung" auszuarbeiten - Pfadfinder kennen anscheinend keine
Schranken.
Schließlich sind da noch die Ranger und Rover. Die Altersstufe ab 16 bietet eine Fülle von Aufgaben und bringt sich mit ihren Fähigkeiten ein, zum Beispiel als Gruppenleitung,
bei der Fahrtenorganisation, Kassenverwaltung oder - in der Lagertechnik. Dabei wird eine ganze Menge verlangt:
Engagement, Zeiteinsatz, Kompromißbereitschaft, Teamfähigkeit, Motivation und unendlich viel Geduld. Doch trotzdem oder gerade deshalb gibt es noch einen ganzen Haufen älterer Pfadfinder, die sich einfach nicht von ihren zahlreichen Aufgaben trennen können. Pfadfinderei ist heute Entertainment pur; Voraussetzung dafür ist allerdings 100 Prozent
Selbstbeteiligung.
• Teil 2 des Pfadfinder-Specials beschäftigt sich mit der
Situation der Pfadfinder in den
Landkreisen Harburg und Stade.
Ist Pfadfinderei ein exotisches
Hobby? Wodurch unterscheiden sich die Apenser Pfadfinder von
den Bendestorfern? Warum opfern junge Erwachsene noch so viel Zeit dafür? Antworten auf
diese Fragen gibt es nächste
Woche im zweiten Teil.

 

Erschienen im Wochenblatt am 16.12.2000

2000-02

Pfadfinder - das letzte Stück Freiheit?


WOCHENBLATT-Special in zwei Teilen - 2.Teil: Szene in den Landkreisen Harburg und Stade

 (ma). „Elf Freunde sollt ihr sein". Der ehemalige Fußballbundestrainer Sepp Herberger wusste seine Jungs mit solch profanen Aussagen auf den kommenden Gegner einzustimmen.
Rund 30 Millionen Freundinnen und Freunde sind es dagegen bei den Pfadfindern und das weltweit. Ein Bruchteil davon ist in unseren Landkreisen zu finden (siehe Kasten unten). Das WOCHENBLATT hat nachgefragt, was die Pfadfinder zwischen Bendestorf und Harsefeld an ihrem Hobby so fasziniert, Marco Deede, Stammesführer
der Fredenbecker „Likedeeler" (ein Stamm im Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP)) findet eine spontane Antwort: „Zusammen mit anderen auf Fahrt
gehen, sein Zelt irgendwo aufschlagen und sich in der Natur zurechtfinden - das ist für mich
das letzte Stück Freiheit." Die Pfadfinderei ermögliche ihm, mit jedem sofort in Kontakt zu kommen, „ohne ihn überhaupt zu kennen". Trotzdem muss er zugeben, daß er einen Großteil seiner Freizeit dafür opfert. Aber das ist für ihn kein Problem.
Eike Gamon, Stammesführer im BdP-Stamm „Großer Jäger" aus Bendestorf, versinkt bei der Frage nach dem Reiz der Pfadfinderei in Gedanken. „Die Verantwortung für sich selbst und
für andere, das Miteinander, sich im Winter so richtig einen abzufrösteln - das alles ist wohl
Motivation genug." Eike sieht in der Pfadfinderei auch wichtige Aspekte für die eigene, gesellschaftliche Rolle: „Ich denke, durch die Pfadfinderei bin ich noch toleranter gegenüber Mitmenschen geworden. Bei uns versucht man von Anfang an, Minderheiten zu integrieren.'
Trotzdem glaubt er, dass in der Öffentlichkeit die Pfadfinder oftmals als „Deppen" bezeichnet werden. Er selbst kommt von der „Droge" Pfadfinder jedenfalls nicht so schnell los.
Lars Möbius betreut in Apensen zwei Sippen mit den klangvollen Namen Steinadler und r Drachen. Sein Stamm „Kleiner Prinz" gehört dem Verein Christlicher Pfadfinder (VCP) an. Ihm ist die umstrittene Außenwirkung der Pfadfinderei bewußt: „Für viele sind wir nur 'Fähnlein Fieselschweif“. Wo wir uns hingegen durch Öffentlichkeitsarbeit einen Namen machen konnten, dort haben wir auch einen höheren Stellenwert." Leider werde die gemeinsame Kluft von vielen immer noch mit einer Uniform verwechselt und die Pfadfinder deshalb dem rechten Bereich zugeordnet werden.
Torben Dankers, Stammesführer aus Harsefeld (Stamm „Horse", BdP) macht es deutlich: „In Harsefeld und Umgebung sind wir sehr bekannt, aber schon 15 Kilometer weiter in Buxtehude ist von Pfadfinderarbeit nichts zu spüren." Wo Pfadfinder nicht so
bekannt seien, gebe es auch mehr Vorurteile. Auch er schätzt das Zusammenleben einer Gruppe in der freien Natur - und teilt damit die Begeisterung von 30 Millionen Pfadfindern weltweit. Pfadfinderei scheint also nicht wenigen Exoten vorbehalten zu sein.

 

Erschienen im Wochenblatt am 23.12.2000

Zeitungsbericht von Wochenblatt zur Gewerbeschau in Fredenbeck.

2000 03

Volle Hütte und Aktion total

Gewerbeschau in der Fredenbecker Geestlandhalle

ma. FREDENBECK. Ein voller Erfolg war Fredenbecks erste offizielle Gewerbeschau in der Geestlandhalle. Henry Schröder, Erster Vorsitzender des Gewerbevereins, ist sichtlich zufrieden: „Seit Februar haben wir diese Veranstaltung mit großem Aufwand geplant. Aber die Mühe hat sich mehr als gelohnt." Besonders froh war er auch über den Standort Geestlandhalle, in die der zwischenzeitliche Regen keinen Einlass fand. Tatsächlich drängten sich Hundertschaften durch die Geestlandhalle, um steh an den mehr als 40 Ständen zu erlauben, zu informieren oder auch aktiv zu sein. Immobilien, edle Weine, Autos, Aquarelle, Teppiche, Blumen: Die Palette der angebotenen Güter war mehr als vielfältig. Wagemutige konnten sich im „Bull-Riding" versuchen, Schönheitsbewusste sich kostenlos schminken lassen, oder die Besucher konnten mal in eine ganz andere Welt eintauchen, nämlich in die der Pfadfinder. Der Pfadfinderstamm „Likedeeler" bot in seiner Großjurte ein Blick hinter die Kulissen. Kinder konnten T-Shirts und Steine bemalen, Gipsmasken oder Stockbrot, Bratäpfel und Popcorn machen. Aber auch die Erwachsenen setzten sich einfach auf einem Schaffell am Feuer nieder und ließen sich bei Gitarrenklängen von der stimmungsvollen Atmosphäre einfangen. Auch die Feuerwehr und der Kleineisenbahnverein aus Deinste beteiligten sich an der Gewerbeschau. Eine tolle Veranstaltung, die sich jedes Jahr wiederholen könnte. Doch Henry Schröder sieht das anders: „Wir wollen nur alle zwei Jahre die Gewerbeschau anbieten, um den Ausstellern und auch den Besuchern den größtmöglichen Reiz zu erhalten." Der wird sicherlich bei allen, die dagewesen sind, groß sein
Quelle: Wochenblatt vom 20.09.2000

Bericht Wochenblatt vom 02.02.2000 geschrieben von Björn Maatz für das Wochenblatt

steinofen
Naturverbundes Leben gehört für die „Likedeeler"-
Pfadfinder aus Fredenbeck allemal zum „guten Ton":
Sei es beim Bau eines funktionstüchtigen Steinofens
durch die Wölflinge oder auf großer Fahrt bei der
zünftigen Morgenwäsche (kl. Bild) Fotos: Archiv

Mehr als nur die tägliche „gute Tat"

Fredenbecker Pfadfinder engagieren sich für Umwelt und Frieden

(ma). Die Fredenbecker Pfadfinder haben sich in den noch jungen Jahren ihres Bestehens schon einen guten Namen gemacht. Der Stamm „Likedeeler" sieht allerdings keine Veranlassung, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Die rund 50 Jungen und Mädchen haben sich wieder einiges vorgenommen. Für den neu entstehenden Waldlehrpfad in Deinste haben sie ihre tatkräftige Unterstützung zugesagt. Zu Pfingsten verbringen sie ihr alljährliches Stammeslager im Beverner Wald bei Bremervörde. Da wollen sie sich wohl mit ihrer eigenen Geschichte befassen, denn das Thema lautet „Störtebeker", der mit seinen Vitalienbrüdern, eben den „Likedeelern", für Angst und Schrecken gesorgt hat. Im Sommer geht die Sippe „Sagittarius" auf ihre Abschlußfahrt in die Kasseler Berge; viele nehmen am Bundeslager im hessischen Westernohe teil. Und auch die Aktion „Ferienspaß" läuft nicht ohne die Pfadis - Kanufahren mit viel Action ist dann angesagt. In den Herbstferien stehen wieder Ausbildungskurse an, denn Gruppenleiter wollen gut ausgebildet sein. Der Umgang mit Karte und Kompaß, Pfadfindergeschichte, Sorgfaltspflicht und pädagogisches Basiswissen sind nur einige der Themenschwerpukte.
Abgerundet wird das Jahr mit der bekannten Weihnachtsaktion „Friedenslicht", das aus Wien abgeholt und dann in der Bevölkerung verteilt wird. Die „Likedeeler" freuen sich über Nachwuchs, vor allem Mädchen ab acht Jahren. Interessierte können sich bei Stammesführer Marko Deede unter Tel. 04149- melden.